HeadZeltkundeFür diejenigen, die schon seit Jahren mit uns ins Sommerlager fahren sind Begriffe wie Horst, Doba oder Igel ein Begriff. Doch die neuen Pfadfinder verstehen wahrscheinlich nur Bahnhof, wenn es heißt: "Kannst du mal in den Horst gehen und gucken, ob da noch Jesusnägel sind?" Natürlich erwartet niemand jetzt durch irgendwelche Öffnungen in den armen Mann namens Horst zu klettern, denn damit ist in diesem Fall unser Materialzelt gemeint.

Auf unserem Lagerplatz findet man eine vielzahl unterschiedlicher Zelte, die alle zu einem bestimmten Zweck da sind. Um euch einen kleinen Überblick zu verschaffen, welche Zelte wir normalerweise mitnehmen, wie diese heißen und was wir damit machen, haben wir eine kleine Übersicht erstellt.

Zelte

Groß- oder Gemeinschaftszelte

Kueche
AlteKueche

 

KücheInnen 2Fangen wir mit einem unser wichtigsten Zelte an: der Küche. Über 80 kg wiegt sie mit ihrer weißen feuerfesten PVC-Plane und dem Aluminium-Gestell. Sie ist der zentrale Ort auf dem Lagerplatz, denn hier wird - wie der Name schon sagt - gekocht und das Essen ausgegeben. Die Küche haben wir seit 2009 und ersetzte damit die bei einigen Leitern immer noch emotional tief verbunde alte Küche, die ehemals aus dem Bundeswehrbestand zu uns rübergewandert ist und seit 1979 in unserem Dienst stand. Es war also wirklich Zeit für einen Ersatz. In der Küche findet ihr Gaskocher, Regale und Vorratskisten und alles an Töpfen, Löffeln, Kellen, Messern und was man sonst noch so zum Kochen braucht. 

 

DobaVielleicht könnte man auch auf die Idee kommen das an dieser Stelle als zweites vorgestellte Zelt als das wichtigste zu bezeichnen. Obwohl es doch sehr unscheinbar, auf eine gewisse Art sogar eher primitiv daherkommt, so wird sicherlich kaum einer auf unseren Doba verzichten wollen. Ein großes Loch, eine Holzkonstruktion mit einem Brett in dem ein Loch ist, darüber ein Dreibein an dem ein schwarzes Tuch hängt - zack fertig: eine Toilette. Seit je her fast unverändert kommt unser stilles Örtchen daher, bei dem die Kothe (so heißen diese schwarzen Zelte, die für gewöhnlich aus drei bis vier trapezförmigen Zeltplanen bestehen) euch vor den unangenehmen Blicken anderer schützt. Vermutlich sind wir einer der wenigen Stämme, die die Kothe derart Zweckentfremden, aber wir stehen dazu, wir erledigen unsere stinkenden Geschäfte darin! Im übrigen gibt es nicht mehr viele Stämme im Bezirk Bochum und Wattenscheid, die sich noch auf unbefestigte Plätze, also solche ohne Sanitäre Anlagen wagen.

 

HorstUschi

HorstInnen 2Sein Name fiel ja bereits in der Einleitung: der Horst. Wie schon erwähnt handelt es sich nicht um irgendeinen älteren Leiter oder so sondern um unser Material- oder Lagerzelt. Für unser Sommerlager benötigen wir jede Menge an Werkzeug, wie Sägen, Äxte oder Hämmer. Aber auch Bretter für Tische, Ersatzzelte, Planen, Spiele, Ersatzgasflaschen, Seile und und und... All diese Sachen werden im Horst untergebracht. Woher der Name Horst kommt und wieso dieses Zelt einen Namen trägt lässt sich übrigens erklären. Das Materialzelt, das wir vor dem Horst hatten, hieß nämlich Uschi. So lag es nahe diese Tradition fortzusetzen und einen passenden urig-traditionellen Namen zu wählen. Und wegen der Gleichbehandlung der Geschlechter war diesmal ein männlicher Name an der Reihe: Horst. Woher allerdings Uschi kam und wer der Urheber ist, lässt sich leider nicht mehr rekonstruieren. Da aber auch die Lebenszeit von unserem geliebten Materialzelt Horst dem Ende naht, könnt ihr euch ja schon Gedanken über einen Namen für dessen Nachfolger machen - es wäre jetzt wohl wieder ein weiblicher Name dran. 

 

JurteUnser größtes Zelt mit 8 Metern Durchmesser und fast 51 Quadratmetern Fläche ist die Jurte. Ursprünglich sind diese Zelte traditionelle Unterkünfte der Nomaden in West- und Zentralasien, wie zum Beispiel in der Mongolei. Die gerade bei deutschen Pfadfindern beliebte Schwarzjurte sieht von ihrer Form her zwar ganz ähnlich aus, aber weist dann doch leichte bauliche Unterschiede gegenüber dem asiatischen Vorbild auf. Eins haben beide jedoch gemeinsam: Man kann in den Zelten Feuer machen, weshalb wir dorthin mit unserem Lagerfeuer ausweichen, wenn es regnet. Ansonsten dient die Jurte bei uns als Aufenthalt- und Multifunktionszelt, dass besonders bei Regen oder auch Sonne Schutz beitet. 

Schlafzelte

 

IgelIgel2IgelInnen 2Das am meisten genutzte Schlafzelt bei uns ist der Igel. Eigentlich heißt der Igel wohl inzwischen Columbia, aber unter dem Namen wird keiner bei uns wissen was gemeint ist. Diese Rundzelte haben einen 4 Meter Durchmesser und 4-5 Personen können darin schlafen. Ihr werdet feststellen, dass die einzelnen Igel nochmal zusätzlich Namen tragen, wie zum Beispiel Rio Palace oder Lions Club. Um unsere Igel abzuzählen benötigt man mit Sicherheit schon zwei Hände.

 

Grizly3Grizzly2
Eine Nummer größer als der Igel ist der Grizzly. Auch dieser Name ist wohl eher eine Wortschöpfung aus dem Hause St. Augustinus, denn dieses Zelt läuft wohl auch unter ganz anderem Namen. Mit seinen 5 Meter Durchmesser und einer Deckenhöhe unter der man zumindest in der Mitte komfortabel stehen kann, können 5-7 Leute bequem darin übernachten. Von diesen Zelten haben wir übrigens zwei Stück zur Zeit. 

 

LuxorEine unsere neusten Anschaffungen ist das Luxor, ein rechteckiges Zelt mit 5,50m mal 5,50m Grundfläche und 3 Meter Deckenhöhe in der Mitte. Hier können gut 8 bis 10 Leute schlafen und genießen den Luxus von einer stattlichen Deckenhöhe, bei der man auf einer großen Fläche sogar als Erwachsener bequem stehen kann. 

 

ScoutDer Vollständigkeit halber sei an dieser Stelle noch unser Scout erwähnt, ebenfalls ein Zelt mit rechteckiger Grundfläche, allerdings wesentlich kleiner und nur für 2 Personen ausgelegt. Nach Problemen mit dem Raumklima bei stärkeren Regenschauern ist dieses Zelt bereits 2011 nur noch als kleines Materialzelt für Leiterkram verwendet worden und fristet seit dem ein Dasein im Ruhestand. 

Haikzelte

 

IgluIglu2Tunnelzelt
Diese Zelte werden auch liebevoll Plastikzelte genannten und werden hauptsächlich bei unseren Haiks, also Wanderungen, mitgenommen und sind daher platz- und gewichtssparend. Zurzeit haben wir ein wildes Sammelsurium aus Tunnel- und Igluzelten, da wir diese kontinuierlich austauschen und erneuern. Die meisten Zelte können 2-3 Personen inklusive Gepäck ein Dach über dem Kopf bieten.

 

HundehütteAn dieser Stelle sei noch auf die bis in die frühen 2000er Jahre verwendeten Hundehütten hingewiesen. Diese ehemaligen Bundeswehrzelte wurden allerdings inzwischen vollständig ausrangiert, da der ein oder andere sich über zu viel Wasser in seinem Schlafsack beklagte, nachdem er eine Nacht darin verbringen musste. Dennoch tauchen die Zelte manchmal für einen Programmpunkt mal wieder auf. 

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